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Wer ein Grab pflegt weiß: auf die Pflanzung kommt es an. Ist die Fläche auch sehr klein, bereitet gerade diese Tatsache beim Aufbau einer dauerhaft funktionierenden Pflanzengemeinschaft Schwierigkeiten. Und die Entfernung zwischen Wohnung und Friedhof macht regelmäßige Pflege und häufiges gießen zum Problem. Auf diese besonderen Bedingungen gilt es bei der Grabgestaltung einzugehen.

Zum Frühjahr gehören unter anderem: Krokusse, Schneeglöckchen, Hornveilchen, Narzissen, Tulpen, Primeln...

Im Sommer dann einige aus der reichen Auswahl an Sommerblüher wie zB. Begonien, Studentenblumen, fleissiges Lieschen, Fuchsien...

Wenn sich der Sommer verabschiedet sieht man den Sommerblühern bereits an, dass sie sich mit der im Sommer gebotenen Blütenpracht verausgabt haben. Der Herbst ist da und damit die Zeit von Erika, Chrysantemen, Alpenveilchen, Winterastern und Stiefmütterchen gekommen.

Wenn der Winter ins Land gezogen ist und auch die Herbstbepflanzung den widrigen Wetterverhältnissen nicht mehr trotzen kann, werden die Pflanzflächen mit Reisig abgedeckt und mit einem dekorativem Gesteck oder Kranz mit Trockendekor geschmückt.

 

TIP 1 auch den Boden sollte man sich etwas genauer ansehen, meist ist er nicht so gut. Deshalb sollte man ihn vor der Pflanzung etwa ein Spaten tief austauschen, am besten mit spezieller Graberde. Diese sieht optisch nicht nur gut aus, sie ist auch speziell für derartige Pflanzungen aufgedüngt und zwar so das die Pflanzen auch nicht zu sehr wuchern. Das Erde austauschen ist zwar sehr arbeitsintensiv, aber es lohnt sich  - besonders wenn man bedenkt das die Pflanzen viele Jahre in der selben Erde stehen und diese auch auslaugen.

TIP 2 an schattigen Plätzen unter Bäumen gedeiht häufig nicht viel, versuchen Sie es mal mit Johanniskraut (Hypericum), Efeu (besonders schön in gelb- oder Weißgrün), Christrosen, Alpenveilchen, Storchenschnabel oder Immergrün (Vinca Major)

 

Symbolpflanzen auf Gräbern

Seit alters her begleiten uns Menschen, die Blumen und Pflanzen, Bäume und Sträucher im täglichen Leben. Natürlich auch im Tod. In ganz besonderer Weise sollen sie Trauer zum Ausdruck bringen, Trost spenden, den Hinterbliebenen Hoffnung geben und Erinnerungen an die Verstorbenen wach halten.

Aussagen zur Symbolik sind geprägt durch:

Hier einige Beispiele:

Abschied in Liebe: Vergissmeinnicht
Abwehr des Bösen: Lavendel, Wacholder, Birke, Hasel, Immergrün
Bescheidenheit: Erdbeere, Gänseblümchen, Ginster, Heide, Veilchen
Beständigkeit: Kornblume, Mimose, Akazie, Zeder
Erinnerung: Stiefmütterchen, Lavendel, Thymian
Hoffnung: Krokus, Lilie, Primel
Liebe- über den Tod hinaus: Buchsbaum, Chrysantheme, Rose
Mutterliebe: Gäseblümchen, Vergissmeinnicht, Lotus

 

Formen, Farben und Wuchs der Pflanzen vermitteln dem Menschen seid Urzeiten eine tiefe Symbolik

Der Kreis, die Kreisform steht für die Ewigkeit, die Jahreszeiten, den Toten schützend, Unheil abwehrend, Anfang und Ende gleichermaßen, den Kreislauf des ewigen Lebens.

Das Dreieck, die Zahl 3 steht für die Dreieinigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Das Viereck, die Zahl 4 steht für die vier Kardinalstugenden, die Himmelsrichtungen.

Das Weiß ist verbunden mit Begriffen wie Unschuld, Reinheit, Unantastbarkeit, Kindlichkeit, Jugend und Hochzeit.

Das Schwarz ist ein Zeichen der Trauer, der Individualität, der Unnahbarkeit, der Weltferne.

Die Farbe Rot symbolisiert Liebe, Leben, Revolution, Zorn, Leidenschaft, Feuer.

Die Farbe Grün steht für Ruhe, Ausgeglichenheit, Natur und Frühling, aber auch für Gift, Unerfahrenheit, Unreife.

Das Gelb vermittelt Wärme, ist die Farbe der Öffnung, der Warnung, der Streitsucht, des Neides. Aber auch die Farbe vieler Mönche und der Hochzeit in Indien. Symbol der Sonne.

Orange ist friedliche Revolution, Optimismus, Gefühl, Anregung und Kreativität.

Die blaue Farbe verbindet sich mit Treue, Ferne, Kälte, Überirdischem. Sie steht für Macht, Göttliches, Geist. Symbolisiert auch Beständigkeit und stille Freude.